Gedanken

 

Über meine Arbeiten

Fasern sind für mich wie Chiffren. Sie bilden eine eigene Sprache, die es in ihrer Komplexität zu entschlüsseln gilt. Oft über Monate hinweg bearbeite ich das Material, ohne ihm dabei die Dynamik zu nehmen. Es beginnt ein Spiel der Kräfte. Einer Metamorphose gleich vollzieht die Naturform hierbei eine Wandlung. Die erschaffene Kunstform macht sichtbar, was ich in dem Material sehe.

Das Handgemachte ist integrativer Bestandteil meiner Arbeit. Jede Form erhält ihren ganz eigenen Charakter. Es ist die Wiederholung, die Serie, die die kleinen Variationen und Veränderungen hervorhebt und somit meine künstlerische Aussage verstärkt. Wenn das Werk für den Betrachter direkt sinnlich erfahrbar wird, hat es eine Art von „Tiefe“ erreicht, die ich in meinem Werk anstrebe.

Meine Arbeiten handeln von Berührbarkeit und Nähe, von der Transformation und ihrer Kraft.

 

Warum das Textile ?

…weil das Zusammenwirken von Material und Gefüge mich reizt.

…weil es dem Mensch so nahe ist.

…weil es allgegenwärtig doch verloren geht.

 

Warum das Medium Papier?

… weil seine Stille bewegt.

… weil seine Leichtigkeit beflügelt.

… weil es mich widerstandslos fordert.

 

Warum ist mir die Zeichnung in meinem Konzept so wichtig?

…weil sie mich sehend macht.

 

Sabine Neubauer